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2024-07-22 09:47:43
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Adrenoleukodystrophie (ALD)) ist eine X-chromosomal vererbte peroxisomale Erkrankung, die auf Mutationen in derALD-Protein (ALDP)und gekennzeichnet durch die Ansammlung vonsehr langkettige Fettsäuren (VLCFA),speziellHexacosansäure (C26:0)insbesondere im Plasma, in der weißen Substanz des Gehirns und in der Nebennierenrinde.[2]

MRTzeigt einen Verlust der hinteren weißen Substanz
In dieser Studie wurde anhand von Fibroblasten von ALD-Patienten untersucht, ob Nervonsäure die Akkumulation von VLCFA ähnlich wie Erucasäure umkehren kann. Es zeigte sich, dass Nervonsäure die Gesamtakkumulation von Lipid-C26:0 in ALD-Zelllinien konzentrationsabhängig umkehren kann (Abb. 1). Weiterhin konnte gezeigt werden, dass Nervonsäure ALD-Fibroblasten vor oxidativem Stress schützt, vermutlich durch eine Steigerung der intrazellulären ATP-Produktion (Abb. 2). Somit könnte Nervonsäure ein potenzielles Therapeutikum für Menschen mit ALD darstellen, da es die zelluläre Biochemie beeinflussen und die Zellfunktion verbessern kann. [2]

NErvonsäure zeigte eine konsistente, konzentrationsabhängige Abnahme des VLCF.

Einfluss von Nervonsäure (NA) auf die ATP-Produktion in ALD-Fibroblasten
Referenz[1] McGuinness MC, Lu JF, Zhang HP, Dong GX, Heinzer AK, Watkins PA, et al. Rolle von ALDP (ABCD1) und Mitochondrien bei X-chromosomaler Adrenoleukodystrophie. Mol Cell Biol. 2003;23(2):744–53
[2] Terluk, Marcia R et al.“Nervonsäure schwächt die Ansammlung von sehr langkettigen Fettsäuren ab und ist eine potenzielle Therapie für Adrenoleukodystrophie.” Neurotherapeutics: Zeitschrift der American Society for Experimental NeuroTherapeutics, Band 19, Nr. 3 (2022): 1007–1017. doi:10.1007/s13311-022-01226-7